Rohstoffe

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Bei Rohstoffen (Engl. Commodities) handelt es sich um physische Güter, die z. B. in der Landwirtschaft oder im Bergbau produziert und im Hinblick auf eine Verwendung als Basiswert für eine Transaktion standardisiert werden. Derivate auf Rohstoffe wie Energieträger, Edel- und andere Metalle und landwirtschaftliche Produkte werden an Futures-Märkten gehandelt.

Vertragliche Vereinbarungen eröffnen dem Anleger die Möglichkeit, Futures zu verkaufen oder zu erwerben, die an die Entwicklung eines bestimmten Rohstoffes gebunden sind. Dadurch kann der Anleger zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem festgelegten Preis eine standardisierte Menge eines Rohstoffes kaufen.

Die häufigste Art, wie Privatpersonen indirekt in Rohstoffe investieren, sind die strukturierten Produkte. Es gibt weitere Möglichkeiten, in Rohstoffe zu investieren, wie die nicht zum Handel an der Börse zugelassenen Instrumente, etwa Rohstoffswaps und -optionen. Diese werden direkt zwischen den betreffenden Parteien gehandelt und sind massgeschneiderte Produkte.

Bei Rohstoff-Futures erhält man bei Fälligkeit die Rohstoffe unter Umständen physisch geliefert, während bei strukturierten Produkten Barzahlung die Regel bildet. Wer den Barausgleich vorzieht, muss die Futures vor ihrem Fälligkeitsdatum verkaufen. Diese Produkte sind deshalb risikoreicher als beispielsweise Aktien oder Kollektivanlagen.

Risiken von Rohstoffanlagen

Der Preis von Rohstoffen wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Dazu gehören:

  • Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage
  • Klima und Naturkatastrophen
  • Staatliche Programme und Regulierungen, nationale und internationale Ereignisse
  • Staatliche Eingriffe, Embargos und Tarife
  • Zins- und Wechselkursschwankungen
  • Handelsaktivitäten in Rohstoffen und entsprechenden Kontrakten
  • Bestimmungen bezüglich Geldpolitik, Handels-, Fiskal- und Devisenkontrollen.

Aus diesen Variablen können sich zusätzliche Anlagerisiken ergeben. Rohstoffanlagen unterliegen grösseren Wertschwankungen als herkömmliche Anlagen, wobei die Rohstoffrenditen oft auch kurzfristig einbrechen können. Die Preisvolatilität eines Rohstoffs wirkt sich auch auf den Wert und damit den Preis eines Terminkontraktes aus, dem dieser Rohstoff zugrunde liegt. Die herkömmlichen Futures auf Öl, Basis- und Edelmetalle sind – ungeachtet ihrer Laufzeit – für gewöhnlich leicht handelbar.

Bei beschränkter Marktaktivität kann ein Kontrakt illiquid werden. Je nach Entwicklung der Terminkurve kann eine solche Illiquidität bedeutende Preisänderungen zur Folge haben. Dies ist ein typisches Merkmal von Rohstoffen.

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